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Der traditionelle irische Tanz ist weit mehr als nur Bewegung – er ist pure Lebensfreude, Rhythmus und ein stolzer Teil der irischen Identität. Seine Wurzeln reichen weit in die Geschichte der grünen Insel zurück, als Wandertanzlehrer im 18. und 19. Jahrhundert von Dorf zu Dorf zogen, um den Menschen die typischen Schritte und Formationen beizubringen. Damals wie heute verbindet der Tanz Generationen und bringt die Menschen bei Festen und in den Pubs zusammen.

Das faszinierendste Merkmal des Irish Dance ist der Kontrast in der Ausführung: Während der Oberkörper und die Arme völlig ruhig und fast starr gehalten werden, vollführen die Beine und Füße in atemberaubendem Tempo komplexe, blitzschnelle Schritte und Sprünge. Man unterscheidet dabei vor allem zwischen zwei Arten:

  • Soft Shoe: Getanzt wird in weichen, ledernen Schlappen (vergleichbar mit Ballettschuhen). Die Bewegungen sind elegant, grazil und wirken fast schwerelos, als würden die Tänzer über den Boden fliegen.
  • Hard Shoe / Heavy Shoe: Diese Schuhe haben eine verstärkte Holz- oder Kunststoffsohle. Mit ihnen erzeugen die Tänzer den weltberühmten, rhythmischen Klopf- und Trommelsound, der das Publikum mitreißt.

Durch weltbekannte Shows wie Riverdance oder Lord of the Dance hat der irische Stepptanz in den letzten Jahrzehnten die großen Bühnen der Welt erobert. Doch egal ob bei einer internationalen Bühnenshow vor Tausenden Zuschauern oder ganz spontan und traditionell zu Live-Musik auf dem Holzboden eines gemütlichen Pubs – der irische Tanz zieht jeden sofort in seinen Bann.